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Marokko extrem 23.12.-09.01.

Nach Island im August sollte jetzt das nächste große Abenteuer folgen: Marokko auf die extreme Art. Fordernd. Offroad. Aber mit reduziertem Risiko: Daher hatten wir eine Truck-Tour in den Süden Marokkos gebucht. Zusammen mit drei Steyr-Expeditions-LKW von 7,5 - 14 t, einem 6 m Mercedes 4x4-Van und einem 7 m Mercedes 4x4 Van. So ist Hilfe zur Hand, wenn man braucht, und der Planungsaufwand entfällt. Also los. Zuerst einmal 2.168 km nach Almeira. Gemütlich in 3 Tagen. Dort sollte die Fähre nach Nador gehen, abends am 22.12. um 22 Uhr. Entspannt in der 2-Bett-Kabine morgens dann in Marokko ankommen. Aber das war nichts. Die Fähre war aus unbekanntem Grund gecancelt. Um nicht einen Tag zu verlieren nahmen wir dann eine Fähre nach Melilla, wo aber keine Kabinen mehr zu bekommen waren. 6 Stunden unbequemstes Barstuhlsitzen. Eine Tortur. Melilla ist ein spanischer Brückenkopf im Nordosten von Marokko. Also dort erst einmal auschecken und dann nach Marokko einchecken. Lockere 4 Stunden. Wer reist hat Zeit. Dann Geld tauschen, volltanken zu gut 1 €/l und los gehts in den Süden. Die Route ist oben zu sehen. Sie führt im Uhrzeigersinn erst nach Süden über Merzouga bis Zagora, verschlenkert dann in Todra- und Dades Schlucht kurz nach Norden, und geht zurück nach Zagora, wo wir uns für die letzten 5 Tage von der Gruppe getrennt haben. Wir sind dann durch das Atlasgebirge zurück nach Marrakesch, dem wir einen Tag gegönnt haben, dann über Rabat und Chefchaouen nach Ceuta, das schon wieder zu Spanien gehört. Am 09.01. dann mit der 22.30 Uhr-Fähre in einer Stunde nach Algeciras und in drei Tagen knapp 2.400 km zurück. 

Es war eine extreme Reise. Wir sind tagelang Tracks gefahren also Offroadwege, steile Anstiege von Grobstein bis Tieflehmschlamm hoch und runter, im frischen Tiefschnee über das Atlasgebirge und auch streckenweise durch Sand und Tiefsand. Der Campeo hat alles bravös gemeistert, obwohl die Tour eigentlich eine Stufe zu grob war. Dazu fehlt es ihm einfach mit 205 mm an Bodenfreiheit. Aber trotzdem sind wir überall praktisch schadensfrei durchgekommen -die zerbeulte Frontschutzstange zähle ich nicht, die ist dazu da, und ein paar kleine Kratzer am beifahrerseitigen Trittbrett sind auch nicht relevant. Zweimal war Freischaufeln angesagt -nicht während des Durchfahrens, sondern einmal wegen falschen Einweisens vom Guide und einmal wegen abrupter Bremsung des Vorderwagens im Tiefsand. Einmal freischaufeln im Tieflehmschlamm -mit Hilfe freundlicher Marokkaner. Der Rest ging mit Allrad, Vorsicht, Voraussicht, Bodenerkennung und in wenigen Fällen auch der Differentialsperre hinten. Lehrstunden für mich über das Fahren im offenen Gelände. Grenzerfahrungen, was mit dem Wagen geht. Und da geht mehr, als ich normal machen würde. 

Wir waren auf der höchsten Düne Marokkos und haben nächtelang jenseits der Zivilisation übernachtet. Einmal drei Nächte hintereinander. Das war extrem fordernd, weil der Wassertank mit 100 l da an seine Grenze kommt. Schließlich müssen zwei Personen abends kurz, aber duschen. Das hat dank des Badumbaus auch für mich funktioniert. Obwohl der Boiler nur 6 l fasst. Aber 6 l auf 75° erhitzt (ca. 2,5 h) erlaubt Duschen mit ca. 15-18 l. Für kurzes Abspülen, Einseifen, Abspülen reicht das für zwei Personen. Auch eine Erfahrung. 

Wer ein kurzes Video zum Fahren sehen will, findet eines auf unserer Instagrammseite new.adventure.now. Das ist der Vorteil beim Gruppenfahren. Einer filmt immer. 

Über so eine Tour kann man Bücher schreiben. Aber für den Leser interessanter: Bilder. Daher jetzt ein kleine Auswahl von der Tour. Viel Freude beim Schauen. 

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