· 

Last adventure: Korsika

Es war der heißeste Urlaub meines Lebens nach Bali und Namibia. Wir waren ständig bei 30+ Graden. Das verleidete viel, nahm viel Energie für Einiges (wie Drohnenaufnahmen), aber dennoch haben wir viel gesehen. Wir haben uns auf kleinste Nebenstraßen konzentriert und sind von dort aus auch in die größeren Städte gefahren.

Abfahrt war also Marseille. Mit der ersten Überraschung: Die Fähre nach Ajaccio warb groß mit partikelfreiem Abgasbetrieb!

Nach einer extrem ruhigen Überfahrt kamen wir pünktlich gegen 7 Uhr in Ajaccio an, suchten und fanden am Yachthafen einen Parkplatz und schlenderten erst einmal eine Runde durch die Innenstadt. Viel zu früh, um etwas zu besichtigen, aber gut für einen ersten Eindruck. Natürlich war auch Napoleons Geburtshaus gegen halb Neun noch nicht zu besichtigen.

Und dann gings auf in die Berge, Richtung Corte. Tolle Landschaft für Bergpanoramaliebhaber, genügend Möglichkeiten für kleine Stops mit Kurzwanderungen zwischendurch -längere Wanderungen haben wir uns bei der Hitze gespart.

Unterwegs begegnen uns immer wieder die bekannten schwarzen Schweine auf und neben der Straße.

 

 

 

Einen ersten Höhepunkt bot uns dann Corte, in früheren Zeiten einmal die Hauptstadt Korsikas.

Korsen müssen schießwütige Gesellen sein, selten ein Schild, das nicht durch Geschosse durchsiebt oder verbeult wäre.

 

Aber landschaftlich wirklich sehr schön, zumal sich die Hitze im Camper in der Fahrt bei Klimaanlage aushalten ließ.

 

Am Ende des befahrbaren Teils des Restonica Tals gibts einen tollen Camping direkt am Gebirgsbach mit Zugang zu diesem.

Und dann gings auch schon auf Richtung Bastia.

Damit war klar, wir umrunden jetzt Korsika im Norden. Ein lohnenswerter Trip, der dann am berühmten Camping vorm Strand von Saleccia endete. Die letzten ca. 12 km üble Schotterstraße, steht auch in jedem 4x4 Trip-Führer, der so bekannt ist, dass jetzt 10 € Durchfahrtsprämie genommen wird, was offensichtlich schwerpunktmäßig normale Autofahrer dazu reizt, ihre Autos dahin zu quälen. Ich war froh über unsere AT-Reifen und erhöhte Bodenfreiheit. Ein VW-Bus-Fahrer wechselte gerade einen Reifen auf der Strecke...

Bei soviel Natur darfs auch mal prähistorisch werden. Erste größere Anlage war das Casteddu di Cucuruzzu und Site Archeologica de Capula, mitten in Korsika. Beides gehört zusammen, wird auf einem Rundweg besichtigt, den man zum Glück fast durchweg im Schatten in ca. 1,5 - 2 Stunden ganz locker schafft. 

Nächstes Etappenziel war Porto Veccio. Mit wieder malerischer Landschaft dorthin.

Dann bekamen wir Nachricht von Freunden, die zufällig gerade in Nordsardinien Urlaub machten. Also entschlossen wir uns kurzfristig, vier Tage Sardinien einzulegen, ab Bonifacio nach Santa Teresa, 1 Stunde Überfahrt. Dazu gibts einen eigenen Blog. Wir kamen dann genau am Vorabend des Tages wieder, an dem abends die Fähre zurück nach Marseille ging. Zeit genug, um Bonifacio zu besichtigen -bei bereits morgens um 10 Uhr schon wieder 34°C -im Schatten, den gibts da aber selten...

Auf der Rückfahrt nach Ajaccio wartete dann noch ein besonderes archäologisches Highlight auf uns: Die Grabungsstätte Filitosa. Ganz hervorragend und empfehlenswert mit teils sehr gut erhaltenen Menhiren.

Und schon waren zwei Wochen um und wir um 18 Uhr auf der Fähre nach Marseille. Nach einer wieder extrem ruhigen Überfahrt sind wir dann morgens gegen 7.15 Uhr aus der Fähre raus gewesen und dann am Hafen erste rechts abgebogen, dann ca. 1-2 km geradeaus gefahren und waren schon im alten Hafen. Um die Uhrzeit kein Problem, einen Parkplatz zu finden, der bis 9 Uhr auch noch kostenlos war. Also vor den ca. 1.070 km Heimfahrt noch einen kurzen Rundgang gemacht, zu sehen gibts ja genug.

Und so ging ein heißer, aber dennoch toller Urlaub zu Ende. Wer kleine Campings sucht, die nicht am Strand liegen, kommt mit 20-30 €/Nacht hin, je näher am Strand, desto mehr gibts obendrauf. Bei Bastia kann man am Plage de la Marana auch locker über 100 €/Nacht zahlen, wenn man will. Der Sprit war irankriegstypisch bei +/- 2 €/l. Essengehen ist +/- wie bei uns. Schäden gabs diesmal nur auf der rechten Wagenseite: Mehrere wagenlange Kratzer, als uns ein Wagen, der in einer Kurve in der Mitte der knapp zweispurigen Straße fuhr, zum Ausweichen an die Büsche zwang. Das Risiko ist immanent, zum Glück ist nicht mehr passiert. Wagentechnisch war der Urlaub pannenfrei -zum Glück.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0